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Schloss Tobel
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Tobel nach David Herrliberg

Zu Anfang des 13. Jahrhunderts befand sich hier ein Hofgut der Grafen von Toggenburg. Im Jahre 1226 kam ein schweres Leid über die gräfliche Familie. Graf Diethelm II. hatte zwei Söhne, Diethelm III. und Friedrich. Der letztere erwarb sich im Dienste des Kaisers die Ehre des Rittertums. Nach seiner Rückkehr gab ihm der Vater die Feste Toggenburg und das Städtchen Wil. Das weckte den Neid und Hass des Bruders Diethelm, der durch Grosstuerei und Verschwendeung die Zuneigung des Vaters verscherzt hat. Er lud Friedrich zu sich nach der Burg Wängi und liess ihn dort durh gedungene Knechte umbringen. Der Bischof von Konstanz verhängte über den Brudermörder den Kirchenbann und erklärte ihn damit für unfähig, das Erbe des Bruders anzutreten. 1228 kam Tobel an den Johanniterorden mit der Bestimmung, dass daselbst drei Ordensleute den Gottesdienst besorgen. Auch wählten die Grafen die dortige Kirche zu ihrer Grabstätt.

Quelle
Die mittelalterlichen Architektur- und Kunstdenkmäler des Cantons Thurgau, J. R. Rahn, 1899.


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