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Schloss Salenstein
Die Entstehung des Schlosses ist im elften Jahrhundert
anzusiedeln. 1092 wurden die Herren von Salenstein
erstmals urkundlich erwähnt als Ministerialen
der Abtei Reichenau, welche gegen 200 Jahre lang
das Schenkenamt des Klosters bekleideten und auf
der Burg Salenstein am Untersee sassen. Die finanzielle
Zerrüttung der Abtei nötigte die Ministerialen,
ihre Lehen zu verkaufen und brachte sie schliesslich
in Armut. Diethelm Schenk, der letzte Salensteiner,
verkaufte 1375 die Stammburg an Heinrich von Helmsdorf
und zog nach Konstanz. Salenstein ging in den nächsten
siebenhundert Jahren durch viele Hände. Das
Schloss wurde dauernd um- und ausgebaut. 1869 kaufte
es Baron Alexander von Herder, Enkel des Dichters
Johann Gottfried Herder. Er renovierte das Schloss
im Stil der englischen Neugotik.
Quelle
Neue und vollständige Topographie der Eydgnossschaft,
von David Herrliberger, 1754. |