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Schloss Castell
Die Burg wurde von Bischof Ulrich I. von Konstanz
erbaut, aber schon von seinem Nachfolger Ulrich
II. wieder abgebrochen, weil er besorgte, sie könnte
bei einer Belagerung der Stadt Konstanz vom Feind
als Stützpunkt verwendet werden. Von 1129 bis
1269 wird sie nicht mehr erwähnt. Inwischen
war sie wieder aufgebaut und verpfändet worden;
Bischof Heinrich II. kaufte sie zurück, erweiterte
sie und wählte sie zu seiner Sommerresidenz,
desgleichen seine Nachfolger bis 1354. Im Schwabenkrieg
1499 wurde sie von den Eidgenossen zerstört
und nicht wieder aufgebaut. Junker Hans Konrad Vogt
von Wartenfels in Konstanz erbaute an der Stelle
des jetzigen Schlosses ein Steinhaus und nannte
es "Oberkastel", an dessen Stelle wieder
erbaute Junker Daniel Hermann von Zollikofer 1715
eine Villa im Renaissancestil.
Quelle
Neue und vollständige Topographie der Eydgnossschaft,
von David Herrliberger, 1754. |